Kinship im Camp


"Wenn die großen Lehrer eine Botschaft an die Menschheit gegeben haben, dann ist es zweifellos die Botschaft der Bruderschaft/Schwesternschaft (Verwandtschaft).  Gott kann nicht in Tempeln gefunden werden, denn Gott ist die Liebe; und Liebe wohnt nicht in Tempeln, sondern im Herzen der Menschen, die der Tempel Gottes sind. Die wahre Religion ist, dies zu erkennen und einander zu respektieren, zu vergeben und zu lieben..."
"...Erinnern Sie sich, meine Freunde, dass auch wenn Sie zwanzig Jahre lang Sufismus und alle Probleme der Metaphysik und Philosophie studiert haben, und der Geist der Brüderlichkeit nicht in Ihnen entwickelt wurde, so haben Sie keine Fortschritte erzielt.
Und wenn Sie seit dreißig Jahren meditieren und Sie mit Gott kommunizieren, und doch der Geist der Brüderlichkeit nicht in Ihnen vorhanden ist, so haben keine Fortschritte erzielt."
 
-  Hazrat Inayat Khan -


Ein Schwerpunkt der Kinship Aktivität ist, das Erblühen der persönlichen Selbstverwirklichung zu fördern, sodass sie sich nach Außen wenden kann, um anderen zu unterstützen und zu heilen. Pir Vilayat erinnerte uns oft, dass die Spiritualität unserer Zeit eine Erneuerung erfordert - fort von einem erwachenden Bewusstsein, hin zu einem erwachten Verantwortungsbewusstsein, einem Gewahrsein der Interdependenz und Vernetzung aller Wesen.  
Diejenigen, die sich den Idealen der Kinship verpflichtet fühlen, versuchen eine Kultur der Liebe, Harmonie und Schönheit zu erschaffen, die sowohl im Mystischen wurzelt wie auch in der normalen Art und Weise, mit der wir uns alltäglichen begegnen.  

Die Kinship-Arbeit ist die lebenslange, kontinuierliche Arbeit, uns mit unserer Menschlichkeit wie auch unserer Göttlichkeit anzufreunden; uns mit unserem Herzen zu verbinden und uns von dort aus in die Welt hinein auszuweiten, in immer weiter werdenden, konzentrischen Kreisen der Freundschaft, Gemeinschaft, Ausweitung und heileigem Gottesdienst.  Es gibt viele spezifische Formen und Arten, in denen Menschen derzeit in unserer Welt Kinship-Arbeit leisten, es reicht von Freiwilligenarbeit für Projekte wie das Hope-Projekt in Indien oder Kranke und Obdachlose in der eigenen Stadt oder Gemeinde, über Fundraising für Flüchtlinge aus kriegszerrütteten Ländern, humanitäre Hilfe bei Katastrophen, die im Zusammenhang mit dem ökologischen Ungleichgewicht stehen, bis zu friedensstiftenden Maßnahmen und vielem, vielem mehr. 
Auf dem Camp wird Kinship in diesem Sommer durch einige Mitglieder des Internationalen Kinship Councils vertreten sein, die das Camp und seine Gemeinschaft untestützen und ihm helfen. Das Wort "Gemeinschaft" (community) ist abgeleitet aus dem lateinischen "Communita" (cum = mit oder zusammen und communis = Geschenk) und beschreibt eine Gruppe von Menschen, die zusammenkommen, um ihre Gaben miteinander zu teilen.  Dies ist die Vision, die die Kinship Konzentration für das Camp fördern möchte: Unsere Zusammenkunft zu feiern und zu unterstützen, damit wir unsere Gaben mit einander entfalten können.

Kinship Staff 2018:

Woche 1: Ta'lim
Woche 2: Hayat
Woche 3:
Woche 4: Latif
Woche 1-4: Majida

Ta'lim Bruno Knobel

Ta'lim ist Vizepräsident in der Kinship-Konzentration in Europa. Er leitet ein Sufi Zentrum nahe Basel, Schweiz. Im Förderverein "Hope Projekt" in der Schweiz amtet er als Präsident.
Er folgt seit 30 Jahren den Lehren von Hazrat Inayat Khan. Ihm ist das Verbindende in Religionen und Völkern wichtig. Er ist engagiert in der Flüchtlingsthematik. Beruflich arbeitet Ta'lim als Physiker.

Latif Peter Brinck

Latif ist seit 30 Jahren auf dem Sufi-Weg. Seit 2005 nimmt er jedes Jahr an alle  4 Wochen im Camp teil, neuerdings auch als Retreat-Guide.

Kinship wurde für ihn ein wichtiges Thema in 2010, wenn ein Tsunami ein großes Gebiet in Chile zerstörte. Damals unterstützte er die Entwicklung eines Hilfsprogramms um Studenten zu helfen, die fast alles verloren hatten, und er engagierte sich erneut um diejenigen zu helfen die vom neuesten Erdbeben zu leiden hatten. Die Tänze des universellen Friedens sind eine wichtige Art für ihn, Kinship zu teilen.

Majida Heiß

Majida Heiß

Majida Heiß folgt seit 1990 den Spuren der Sufis und leitet seit 1995 unser Kindercamp. Dort erfahren die Kinder und Teenager mit ihren Familien was es bedeutet, in der großen Bruder-Schwesternschaft der spirituellen Familie zu leben.
Kinship bedeutet für sie, gelebte Liebe, Mitmenschlichkeit und adab, der kultivierten Art miteinander umzugehen, um in Frieden, Harmonie und Freiheit zu leben.

Joy Azima Liengaard

Mette Hayat Buus

Mette Hayat Buus is a coordinator from Denmark and has been on the Sufipath for more than 20 years. In Denmark she is leading a Meditation-group and is a representative of Kinship. In daily live Hayat is working with families in need of support to find harmony enhance network in a challenged life. She is working with Trauma healing to bring forward wellbeing through bodywork.